Abkündigung: Kontaktformular

Was ihr über den anstehenden Ausbau des Kontaktformular-Moduls wissen müsst

Drupal wird das Contact-Modul mit der Core-Version 11.4 als veraltet markieren, und damit auch in OpenCulturas. Ab der Drupal-Version 12.0 wird es standardmäßig kein Kontaktformular mehr geben. Statt dessen besteht die Möglichkeit, das Zusatzmoul Contact zu installieren. Dieses wird in OpenCulturas 4.0 nicht standardmäßig enthalten sein. 

Gründe für Kontaktformulare

  1. Historisch gesehen wurden solche Formulare als Ersatz für öffentlich zugängliche E-Mail-Adressen genutzt, die oft automatisiert eingesammelt wurden, um sie für große Werbekampagnen oder böswillige Angriffe zu verkaufen.
  2. Die Formulare dienten als direkter Kommunikationskanal für diejenigen, die auf ihrem Gerät kein E-Mail-Programm eingerichtet haben oder die an einem öffentlichen oder geteilten Computer surfen.
  3. Abfragen zusätzlicher Pflichtfelder, z. B. um die Benachrichtigung an eine zuständige Abteilung weiterzuleiten.
  4. Compliance: Ein Formular kann vor dem Versand eine GDPR-Einwilligung (DSGVO) einholen.

Natürlich gibt es weitere Gründe, beispielsweise Tracking und CRM-Pipelines. Aber das OpenCulturas-Formular hat solche Technologien ohnehin nicht unterstützt.

Gründe gegen Kontaktformulare

  1. Spam-E-Mails, die über Kontaktformulare generiert werden, sind zeitaufwendig und schwer zu bekämpfen. Natürlich gibt es Anti-Spam-Maßnahmen wie Captchas, Blocklisten und Ähnliches, aber nicht jeder Spam wird von Bots erzeugt. Auch Menschen greifen Formulare an, z. B. um Werbung irgendeiner Art zu platzieren. Der Wartungsaufwand ist auf vielfältige Weise immens.
  2. KI-generierte Einsendungen erhöhen diesen Aufwand erheblich. Das Löschen dessen, was die Anti-Spam-Maßnahmen passiert hat, ist immer noch zeitaufwendig und birgt das Risiko, tatsächliche Kontaktaufnahmen zu löschen.
  3. Kein Unterschied: Ob E-Mails direkt oder über ein Kontaktformular gesendet werden, sie tragen dieselben Risiken in die Postfächer der Mitarbeiter.
  4. E-Mail ist nicht mehr das wichtigste Kommunikationsmittel. Insbesondere das jüngere Publikum zieht es vor, „in eure DMs zu sliden" (direkte Nachrichten auf Social-Media-Plattformen zu verwenden).
  5. Compliance: Solche Formulare werden selten als Double-opt-in-Lösung aufgesetzt (so auch das Core-Kontaktformular). Es wird also nicht sichergestellt, ob die empfangende Adresse eine Zustimmung erteilt hat. 
  6. Es ist kein typisches Szenario mehr, dass Ihre Besucher kein Gerät zur Hand haben, um ihr bevorzugtes Kontaktmittel zu nutzen.
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Es gibt Alternativen

OpenCulturas bietet euch die Möglichkeit, Social-Media-Links zu konfigurieren (/admin/structure/block/manage/opcult_socialmedialinks), die standardmäßig im Offcanvas-Menü und im Footer-Menü erscheinen. Sie können Besucher auf eure Instagram-, Patreon-, Youtube- oder Whatsapp-Kanäle verweisen (und viele weitere). Und natürlich könnt ihr eure E-Mail-Adresse eintragen oder eine Telefonnummer im Footer hinzufügen.

Doch lieber weiterhin ein Kontaktformular anbieten?

Hier sind eure Optionen:

  • Installiert das Contributed-Modul Contact. the contributed Contact, sobald es verfügbar ist und behaltet damit einfach das vorhandene Kontaktformular bei (es ändert sich nichts; das Modul sorgt selbst für den reibungslosen Wechsel)
  • Alternativ könnt ihr Webform installieren mit unzähligen Profi-Optionen (Double-opt-in, bedingte Formuarfelder, Themen-abhängige Empfänger:innen, Layoutoptionen u. v. m.)
  • Installiert ein Proof-of-work-Captcha wie Hecapte, um Spam zu reduzieren
Bild
Silhouette eines Kung-Fu-Sprungs vor Merblick

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Kurzinfo

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